Die schönsten Momente im Leben sind die, die Dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn Du irgendwann an sie zurückdenkst. Und vielleicht erkennt man dann, wie schön das Glück eigentlich war, während man heute darüber nachdenkt, wie man es überhaupt finden kann. Es ist Sonntag. Nicht wirklich kalt. Aber irgendwie schön. Der Schnee taut langsam und das Eis der kleinen Pfützen bricht unter den Füßen unserer Jungs. Sie lieben das Geräusch und springen noch einmal hoch, während sie dabei laut lachen. Die Hoffnung hier im Wald eventuell ein Reh zu erspähen, die haben wir längst aufgegeben. Dafür lachen wir zu gerne. Und manchmal auch zu laut.

Wir entdecken die Welt. Wir erleben Abenteuer. Wir schleichen uns an und müssen dann über uns selbst lachen. Andor rennt einfach los. Hin und zurück. Kreuz und quer. Die Jungs probieren, mit ihm ein Wettrennen zu machen und müssen schweren Herzens feststellen, dass sie ihn niemals schlagen werden. Der Jüngste hat dafür eine logische Erklärung. Vier Beine laufen einfach schneller als zwei.

Es ist Sonntag. Wir sind draußen. Und ich bin dankbar. Dankbar für das Geschenk, dass meine Kinder mir einst gegeben haben. Wahrscheinlich, ohne dass sie sich dessen überhaupt bewusst waren. Sie gaben mir eine Gabe, die ich längst vergessen hatte. Sie zeigten mir, wie ich die Welt um mich herum immer wieder neu entdecken kann. Zwei Tannenzapfen, die auf grünem Moos liegen. Stolz hält mein Ältester sie in seinen kleinen Händen und sagt: „Guck mal Papa. Guck mal, wie schön das aussieht.“ Er lächelt stolz. Und ich lache mit. Ohne ihn, hätte ich sie vielleicht nie entdeckt.

Die beiden rennen wieder los. Sie stöbern hier, entdecken da. Und ich denke darüber nach, wie kostbar diese Augenblicke sind. Natürlich gibt es auch Momente, in denen sie einen zur Weißglut treiben. Aber ähnliche Geschichten erzählen meine Eltern mir manchmal. Geschichten über mich. Und während diese Gedanken weiter kreisen, fällt mir ein, dass es doch ganz schön ist, dass es jemanden gibt, der vielleicht von mir erzählt, wenn ich selbst mal nicht mehr da bin. 

Wir sind draußen. Wir entdecken die Welt, erleben wundervolle Augenblicke und schauen uns all das mit unseren Augen an. Und wir tun das, weil wir eine Sache ganz fest glauben: Jedes Mal, wenn ein Kind vor einem Smartphone sitzt, stirbt irgendwo im Wald ein Abenteuer.